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Katja Napierski

kn@katja-napierski.de

Ernährungsempfehlungen im Internet

Es gibt wohl kaum ein Thema, über das man im Internet keine Informationen findet. Was das angeht, leben wir in dem Luxus, jeder Zeit auf Knopfdruck sehr schnell etwas über beliebige Themen zu erfahren. Aber leider ist oftmals nicht sofort erkennbar, wie es um den Wahrheitsgehalt der Informationen steht.
Insofern ist das Netz wohl Fluch und Segen zu gleich, wenn es um die Suche nach verlässlichen Informationsquellen geht.

Gerade zum Thema Ernährung findet man eine Vielzahl an Empfehlungen und Theorien. Für den Laien ist es da schwierig, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Kürzlich stieß ich auf einen Beitrag zum Thema „Verhinderung von Gesundheit durch Getreide“, der mir in einer Ernährungsberatung zugetragen wurde, weil er für Verunsicherung sorgte.
Anschließend sah ich mir den Artikel genauer an und stellte fest, dass dieser voller Halbwahrheiten bis hin zu Falschaussagen war. Viele Informationen waren darüber hinaus aus dem Kontext gerissen und wurden ohne den richtigen Bezug genutzt, um fragwürdige Thesen zu stützen.

Erschreckend finde ich, dass einige Menschen Ihre Ernährung aufgrund solcher Beiträge tatsächlich teilweise stark einschränken, und das, obwohl ihnen die betreffenden Lebensmittel oftmals gar keine Beschwerden bereiten.

Der einfachste Weg, einem Nährstoffmangel vorzubeugen, ist eine bunt gemischte und vielseitige Lebensmittelauswahl. Ohne Beschwerden und entsprechende Diagnose einer Allergie oder Unverträglichkeit oder einer Erkrankung, die eine eingeschränkte Kost erfordert, kann ich beispielsweise vom Verzicht auf Getreideerzeugnissen nur dringend abraten.

Auf der Suche nach der Quelle des oben genannten Artikels stieß ich übrigens schnell auf ein Ernährungsportal, das über ein umfangreiches Angebot an Nahrungsergänzungsmitteln, Lebensmitteln und Drogerie Artikeln im integriertem Onlineshop verfügt, und im Impressum fand ich eine Consulting AG aus der Schweiz. Von unabhängigen Ernährungsberatern kann hier scheinbar keine Rede sein.
Wie ich feststellen musste, ist dies leider kein Einzelfall.

Es lohnt sich daher, in einem Ernährungsportal zunächst einen Blick ins Impressum zu werfen und Näheres über den Betreiber des Portals herauszufinden, z.B. mit Hilfe einer Suchmaschine im Internet.
Eine Bewertung einzelner Ernährungsportale findet man übrigens bei der Verbraucherzentrale Hamburg.